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Messzentrum und DAkkS-Kalibrierlabor

Das Messzentrum gewährleistet mit seinem geeignet gestalteten Messraum gleichbleibende und reproduzierbare Umgebungsbedingungen für Messaufgaben mit der Forderung nach bester Genauigkeit und geringsten Messunsicherheiten. Im Messzentrum sind deshalb hauptsächlich Messsysteme mit hohen Anforderungen an die Umgebungsbedingungen installiert (z. B. Koordinatenmessgerät Zeiss UPMC 1200 CARAT S-ACC, Formmessgerät Mahr MarForm MFU 800), welche unter Messtechnische Ausstattung mit dem Standort Messzentrum aufgeführt sind.

Das Messzentrum ist seit Februar 2003 ein von der Akkreditierungsstelle des Deutschen Kalibrierdienstes (DKD) bzw. seit 2011 von der Deutschen Akkreditierungstelle GmbH (DAkkS) nach ISO 17025:2005 akkreditiertes Kalibrierlaboratorium (Reg.-Nr. DKD-K-36501 bzw. seit Januar 2013 D-K-17960-01) im Bereich: Dimensionelle Messgrößen – Koordinatenmesstechnik – Virtuelles Koordinatenmessgerät.

DAkkS-Kalibrierungen und Werkskalibrierungen

Wir bieten Ihnen DAkkS-Kalibrierungen und Werkskalibrierungen von geometrischen Merkmalen an komplexen Werkstücken mit dem Koordinatenmessgerät Zeiss UPMC 1200 CARAT S-ACC in unserem Messraum als Dienstleistung im Rahmen des Wissens- und Technologietransfers an. Dabei stimmen wir mit Ihnen die anzuwendende Messstrategie entsprechen Ihrer Bedürfnisse ab.

Kalibriergegenstände sind beliebige Werkstücke, bei denen an Regelgeometrien (Einzelpunkt, Gerade, Ebene, Kreis, Zylinder, Kegel und Torus) definierte geometrische Merkmale bestimmt werden. Gegenstand der Kalibrierung können Parameter von Regelgeometrien sein (z. B. Durchmesser, Formabweichungen wie Abweichungen von der Geradheit, Ebenheit, Rundheit) oder Parameter, die sich aus der Verknüpfung von zwei oder mehr Regelgeometrien ableiten lassen (z. B. Abstand, Winkel oder Lageabweichungen von der Parallelität, Rechtwinkligkeit, Position).

Die Bestimmung der Messunsicherheit für Messungen an komplexen Werkstücken auf Koordinatenmessgeräten wird durch Software gestützte Simulationen, das sogenannte Virtuelle Koordinatenmessgerät (Virtuelles KMG, VCMM), realisiert. Das Virtuelle KMG berechnet die Messunsicherheit nicht über ein klassisches Unsicherheitsbilanz nach dem GUM (Guide to the Expression of Uncertainty in Measurement), sondern ermittelt die Messunsicherheit durch eine Monte-Carlo-Simulation. Das Virtuelle Koordinatenmessgerät ist als Option (Option OVCMM) in die Messsoftware Calypso des Koordinatenmessgeräts Zeiss UPMC 1200 CARAT S-ACC integriert.

Messunsicherheitsermittlung durch eine Monte-Carlo-Simulation im Virtuellen Koordinatenmessgerät (VCMM) (Quelle: PTB Braunschweig 2002)