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Abgeschlossene Projekte

Im Bereich Fertigungsmesstechnik wurden in der Vergangenheit unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. habil. Tino Hausotte folgende Forschungsprojekte bearbeitet:


Metrology for additively manufactured medical implants

(Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)

Titel des Gesamtprojektes: Metrology for additively manufactured medical implants
Projektleitung:
Projektbeteiligte:
Projektstart: 1. Juni 2016
Projektende: 31. Mai 2019
Akronym: MetAMMI
Mittelgeber: The European Metrology Programme for Research and Innovation (EMPIR)
URL: https://www.euramet.org/research-innovation/search-research-projects/details/?eurametCtcp_project_show[project]=1422&euramet

Abstract:

Additive manufacturing (AM) offers an effective solution in the medical sector. It enables the production, on demand, of customised implants which match the patient’s anatomy, with grafts that promote bone growth, as well as surgical guides that help the surgeons. The objective of this project is to provide a comprehensive basis to enable the safe use of medical AM products. Therefore, within this project off-the-shelf medical devices, patient specific guides and implants manufactured from patient image or numerical model will be qualified. This will guarantee their reliability to notified bodies and facilitate acceptance of AM in the medical sector.

Publikationen:

Geometrical Product Specification and Verification as toolbox to meet up-to-date technical requirements

(Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

Projektleitung:
Projektbeteiligte: , ,
Projektstart: 1. September 2015
Projektende: 31. August 2018
Akronym: GPS-VToolbox
Mittelgeber: Erasmus+

Abstract:

Die ISO-Normen
der Geometrischen Produktspezifikation und –verifikation definieren eine
international einheitliche Symbolsprache, welche es ermöglicht, Anforderungen
an die Mikro- und Makrogeometrie eines Produkts, sowie die Anforderungen an die
Prüfung derselben, vollständig und eindeutig in der technischen Zeichnung
darzustellen. Dies verhindert Zweideutigkeiten und Inkonsistenzen während der
Planung von Herstellungs- und Inspektionsprozessen und weiterhin zusätzliche
Kosten, welche durch zeitaufwändige Absprachen zwischen Kunde und Zulieferer
entstehen.

Das GPS-VToolbox-Projekt erarbeitete das innovative
Trainingsangebot „Geometrical Product Specification and Verification as a
toolbox to meet up-to-date requirement“ als Blended-Learning-Kurs. Das Curriculum wurde unter Beachtung
aktueller Trends in der Ingenieursausbildung und praxisorientierter
Fallbeispiele erstellt. Basierend auf der Erfahrung der Mitglieder des
Konsortiums und insbesondere der Industriepartners VW lässt sich sicherstellen,
dass die Firmen und Ingenieure ein qualitativ hochwertiges Trainingsangebot im
Bereich GPS erwarten.

Der Inhalt wird
in eLearning-Modulen für den webbasierten Zugriff bereitgestellt. Die
eLearning-Module bestehen aus beschreibendem Text, welcher (sofern sinnvoll)
mit Grafiken, Videos, Animationen, Simulationen, Praxisbeispielen und Aufgaben
zum Selbst-Test ergänzt wurde.

Zielpublikum des
Projektresultats sind Industriearbeiter und Ingenieure, welche die aktuelle
GPS-Dokumentation zur Bestimmung der Anforderungen an hergestellte Bauteile nutzen.
Der Nutzungsplan sieht die Verwendung der eLearning-Module für die
Berufsausbildung von Mitarbeitern insbesondere in der Automobil- und
Luftfahrtindustrie vor. Über Öffentlichkeitsarbeit, welche von allen Partnern
unternommen wurde, wurde das Projekt einer signifikanten Anzahl an Mitgliedern
des Zielpublikums vorgestellt. Das hierbei erhaltene Feedback war durchwegs
positiv.

Publikationen:

Multi-sensor metrology for microparts in innovative industrial products

(Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)

Titel des Gesamtprojektes: Multi-sensor metrology for microparts in innovative industrial products
Projektleitung:
Projektbeteiligte: ,
Projektstart: 1. September 2013
Projektende: 31. Mai 2016
Akronym: Microparts
Mittelgeber: andere Förderorganisation, Sonstige EU-Programme (z. B. RFCS, DG Health, IMI, Artemis)
URL: https://www.ptb.de/emrp/microparts-home.html

Abstract:

The overall goal of the Joint Research Project is a significant improvement of state-of-the-art measurement capabilities of multi-sensor coordinate measuring machines (CMMs) for microparts used, e.g. in automotive, medical and optical applications. The project will address the specific problems related to dimensional measurements of small complex features at high accuracy and all forms of sensors used for the measurement of microparts will be included. These specific problems have a strong influence on measurement uncertainties. The project will also address the issue of traceability, comparability, handling and fusion of measurement data from multiple sensors, which are important issues for the industrial application of multi-sensor coordinate metrology.

Publikationen:

Qualitätstechniken

(Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

Projektleitung:
Projektbeteiligte:
Projektstart: 1. August 2013
Projektende: 31. August 2014
Akronym: QTeK
Mittelgeber: Virtuelle Hochschule Bayern
URL: http://univis.uni-erlangen.de/form?dsc=go&to=search/lectures&what=Qualit%E4tstechniken%20-%20QTeK%20-%20vhb

Abstract:

Kompetenzen im Bereich des Qualitätsmanagements stellen eine wichtige Schlüsselqualifikation dar. Daher können Teilnehmende am E-Learning-Kurs QTeK Kenntnisse über Qualitätstechniken und organisatorisches Wissen zum Qualitätsmanagement erwerben. Neben der theoretischen Wissensvermittlung werden konkrete Anwendungsbeispiele behandelt, um einen Überblick über qualitätsbezogenes Handeln in der betrieblichen Praxis zu ermöglichen. Ergänzend zu den Modulen bestehen verschiedene Möglichkeiten, um den Stoff zu vertiefen. Zum einen enthält jedes Modul Aufgaben zur Selbstkontrolle, mit denen aktuelle Lerninhalte rekapituliert und das eigene Verstehen überprüft werden können. Zum anderen können umfangreichere Aufgaben online gelöst werden, die automatisch vom Ilias-System und von Tutoren bewertet werden. Die virtuelle Vorlesung erstreckt sich über das ganze Semester und umfasst elf aufeinander aufbauende Module und zwei Zusatzmodule. Während des gesamten Kurses stehen die Tutoren als Ansprechpartner bei inhaltlichen oder technischen Problemen zur Verfügung. Daneben besteht die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Studierenden und mit dem Tutor in Diskussionsforen. Bei Bestehen der schriftlichen Prüfung erhalten die Teilnehmenden einen benoteten Schein. Die Teilnahme wird mit 2 SWS bzw. 3 ECTS anerkannt. Alternativ kann ein unbenotetes Teilnahmezertifikat ausgestellt werden, wenn die im Kurs gestellten Aufgaben erfolgreich bearbeitet wurden. Eine Teilnahme an der Prüfung ist dann nicht erforderlich. Folgende Lernziele werden mit QTeK verfolgt:

  • Studierende können die Motivation, Ziele, Grundsätze und Strategien des prozessorientierten Qualitätsmanagements darlegen.
  • Die Teilnehmenden können die Werkzeuge, Techniken und Methoden des Qualitätsmanagements entlang des Produktlebenszyklus darstellen.
  • Die Qualitätsmethoden, -techniken und –werkzeuge können auf ein anderes Problem übertragen und mit deren Hilfe Probleme analysiert werden.
  • Statistische Auswertungen können interpretiert und neue Probleme auf statistische Auffälligkeiten getestet werden.
  • Statistische Versuchspläne können auf praktische Probleme übertragen und aus den Ergebnissen die Zusammenhänge und Einflüsse der Faktoren interpretiert werden.
  • Die Studierenden sind in der Lage, Prozesse mit Hilfe der statistischen Prozesslenkung (SPC), Qualitätsregelkarten und Prozessfähigkeitsindizes zu beschreiben.
  • Sie können die Zuverlässigkeit von Systemen berechnen sowie den Aufbau und die Einführung von Qualitätsmanagementsystemen darlegen.

Publikationen:

Kreisförmige Schwingung der Tastkugel in der xy-Ebene an der Seitenwand eines Endmaßes.
Kreisförmige Schwingung der Tastkugel in der xy-Ebene an der Seitenwand eines Endmaßes.

Dreidimensionale elektrische Antastung für die Mikro- und Nanokoordinatenmesstechnik - 3-D-Tunnelstromtaster

(Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

Projektleitung:
Projektbeteiligte:
Projektstart: 1. Januar 2013
Projektende: 1. März 2017
Akronym: 3-D-Tunnelstromtaster
Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

Abstract:

Die messtechnische Erfassung von Bauteilen der Mikrosystemtechnik und Komponenten mit Mikrostrukturen erfordert Nanometer-aufgelöste 3-D-fähige Messverfahren. Optische Systeme zeigen beugungsbedingt und bei hohen Aspektverhältnissen Einschränkungen. Mikrotaktile Verfahren weisen Defizite bei Auflösung, Messgeschwindigkeit und Tastersteifigkeit auf. Ziel des Forschungsvorhabens ist ein universell einsetzbares, aktives Messsystem mit 3-D-richtungssensitivem und berührungsfreiem Antastverhalten bei Subnanometer-Auflösung, welches mit elektrischer Wechselwirkung im Nahfeldbereich arbeitet. Die Bestimmung des 3-D-Antastvektors ist für Freiformscans und eine aktive Sensornachführung erforderlich und soll mittels mechanischer Modulation erfolgen. Die aktive Sensornachführung dient zur Steigerung der Systemdynamik. Das fundierte Verständnis der Wechselwirkung und der erfassten elektrischen Oberfläche soll durch mathematisch-physikalische Modellierung und über eine simulationsgestützte experimentelle Systemanalyse erlangt werden. Eine antastrichtungsabhängige Formabweichungskorrektur der sphärischen Sonden soll zur Erhöhung der Genauigkeit bei den miniaturisierten Sonden dienen. Modellunterstützt erfolgen eine messtechnische Charakterisierung und eine Unsicherheitsermittlung. Experimentelle Vergleiche mit anderen Antastverfahren der Mikro- und Nanomesstechnik an Demonstratorbauteilen sollen die erzielten Ergebnisse verifizieren.

Publikationen:

Blended Learning course on Measurement Uncertainty for advanced vocational Training

(Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)

Titel des Gesamtprojektes: Blended Learning course on Measurement Uncertainty for advanced vocational Training
Projektleitung:
Projektstart: 1. Dezember 2011
Projektende: 30. November 2013
Akronym: µVoT
Mittelgeber: Programm für Lebenslanges Lernen / Leonardo da Vinci

Abstract:

Im Rahmen des internationalen Kooperationsprojekts MUVOT (Blended Learning course on Measurement Uncertainty for advanced VOcational Training) wird ein Kurs zur Vermittlung von Kenntnissen zur Messunsicherheit bereitgestellt und in Pilotkursen erprobt. Zielgruppe des neuen Kursangebots sind Mitarbeiter aus Fertigungsmesstechnik.

Mit dem Projekt SAM-EMU (142922-LLP-1-2008-1-PL-ERASMUS-ECDEM) wurde ein Internet-basierter eLearning Kurs für Studierende an Universitäten geschaffen. Dieser bildet die Basis für die Entwicklung eines Kurses im Projekt MUVOT (Blended Learning course on Measurement Uncertainty for advanced vocational training).

Die Nutzeranalyse im Projekt SAM-EMU zeigte, dass es einen grossen Bedarf nach zielgruppenorientierter und flexibler Ausbildung auf dem Gebiet der Messunsicherheit, besonders auch für Mitarbeiter aus dem industriellen Bereich, gibt. Die Umfrage ergab ebenfalls, dass viele Mitglieder dieser Gruppe weniger mit neuen Lernmethoden wie eLearning vertraut sind, als dies bei Studenten der Fall ist. Im Projekt MUVOT sollen deshalb bewährte Lerninhalte mit weiteren Wissensbausteinen ergänzt und in einer für diesen Bereich neuen Kombination unterschiedlicher Lernformen, wie eLearning und Lernen in Workshopform, bedarfsgerecht für Mitarbeiter aus dem industriellen Bereich zur Verfügung gestellt werden.

Als Kooperation von sechs europäischen Partnern soll MUVOT zu einer Europaweit einheitlichen und fundierten Ausbildung von Messtechnikern beitragen. Es ist vorgesehen, die Resultate in nationale Fortbildungsangebote zu integrieren und ab Ende 2013 als neue Fortbildungsmöglichkeit zur Verfügung zu stellen.

Publikationen:

Metrology to assess the durability and function of engineered surfaces

(Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)

Titel des Gesamtprojektes: Metrology to assess the durability and function of engineered surfaces
Projektleitung:
Projektstart: 1. August 2011
Projektende: 31. Juli 2014
Akronym: MADES
Mittelgeber: andere Förderorganisation, Sonstige EU-Programme (z. B. RFCS, DG Health, IMI, Artemis)

Abstract:

MADES aims to develop a holistic, model-driven approach to improve the current practice in the development of embedded systems. The proposed approach covers all phases, from design to code generation and deployment. Design activities will exploit a dedicated language developed as an extension to OMG's MARTE Profile intended to eventually become industry standards, and will foster the reuse of components proposing special means on components sharing including associated models, properties and constraints in order to enforce overall consistency when building a new system. Validation activities play a key role and will include the verification of key properties on designed artefacts, closed-loop simulation based on detailed models of the environment, and the verification of designed transformations. Code generation addresses both hardware description languages and conventional programming languages with features for compile-time virtualisation of common hardware architecture features, including accelerators, memory, multiprocessor and inter-processor communication channels, to cope with the fact that hardware platforms are getting more and more complex. Expected Impact MADES technologies are expected to reduce development costs of complex embedded systems for the Aerospace, Defence and other key European industries, while enabling a next generation of highly complex embedded systems to be developed that are more reliable, yet costing less to maintain and evolve as industry needs change and hardware capabilities increase. New market opportunities for European industries, including SME size technology companies, will appear as companies relying on design and integration of embedded systems in their products are more competitive in global markets through lower costs and improved abilities to deliver new or enhanced products faster to market.

Anwenderorientierte Assistenzsysteme zum sicheren Einsatz optischer Abstandssensoren

(Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)

Titel des Gesamtprojektes: Anwenderorientierte Assistenzsysteme zum sicheren Einsatz optischer Abstandssensoren
Projektleitung: ,
Projektbeteiligte: , ,
Projektstart: 1. September 2010
Projektende: 31. August 2014
Akronym: OptAssyst
Mittelgeber: BMBF / Verbundprojekt
URL: http://www.optassyst.de/index.html

Abstract:

Im Verbundprojekt soll ein Assistenzsystem für optische Messeinrichtungen entwickelt werden, um dem Anwender eine optimale Nutzung seines Messgerätes zu ermöglichen. Die Implementierung erfolgt als Referenzsoftware bei der PTB und modular bei den teilnehmenden Messgeräteherstellern.

Publikationen:

Datenfusion multisensoriell ausgeführter Koordinatenmessungen

(Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

Projektleitung: ,
Projektbeteiligte:
Projektstart: 1. Januar 2010
Projektende: 31. August 2013
Akronym: BayesMultiKo
Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
URL: http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/109956736

Abstract:

Die ganzheitliche Prüfung mikrotechnischer Bauteile mit hohen Anforderungen an Messgenauigkeit und -geschwindigkeit, der zunehmende Fokus auf Vielpunktmessungen komplexer Objektmerkmale und Freiformflächen sowie oberflächenstrukturbedingt nicht unisensoriell erfassbare Gestalteigenschaften erfordern den Einsatz von multisensoriellen Koordinatenmessgeräten (KMGs). Sie integrieren mehrere verschiedene Messprinzipien in Form von taktilen, optischen oder bildverarbeitenden Sensoren in einem Messgerät. Die Vorteile der einzelnen Sensoren können kombiniert und messaufgabenspezifisch optimale Messabläufe und genaue Messergebnisse erreicht werden. Zur Nutzung der vielfältigen Vorteile der Zusammenführung multisensoriell erfasster Formelementinformationen, fehlt gegenwärtig ein universeller Ansatz für eine emergente Datenfusion. Die für einzelne Sensoren nachgewiesene ausgezeichnete Messgenauigkeit von Multisensor-KMGs ist bisher nicht für fusionierte Messergebnisse bestätigt. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Bereitstellung eines allgemeingültigen (d.h. sensorunabhängigen) Verfahrens zur beständigen sich iterativ selbst optimierenden Datenfusion mittels verteilungsfreier Bayes’scher Statistik für die multisensorielle Koordinatenmesstechnik angewandt auf Bauteile der Mikrosystemtechnik. Dazu werden die in einem Messprozess generierten Beobachtungen eines gemessenen Geometriemerkmals durch zeitdiskrete, nichtlineare, nicht-gauß’sche Differentialgleichungen eines stochastischen Systemmodells mit beliebigen Rauschprozessen beschrieben1. Die Messaufgabe wird hierdurch in ein Schätzproblem für die Modellparameter transformiert, welche auf Basis von Wiederholmessungen ermittelt werden können. Der Einsatz der auch der GUM-konformen Messunsicherheitsermittlung zugrundeliegenden Bayes’schen Schätztheorie lässt erwarten, dass dieses Problem in iterativer, adaptiver Vorgehensweise optimal gelöst werden kann. Nach Abschluss des Forschungsvorhabens wird ein allgemeingültiges, konsistentes, rechnergestütztes Verfahren zur Datenfusion multisensoriell ausgeführter Koordinatenmessungen verfügbar sein, welches für Sensoren unterschiedlicher Wirkprinzipien und Auflösungen das Messergebnis (bestehend aus bestem Schätzwert und Unsicherheit) unter den gegebenen Randbedingungen optimal bestimmt. Das Verfahren erfordert vom Anwender weder das Aufstellen einer Modellgleichung des Messprozesses noch a priori Verteilungsannahmen. Es ermöglicht optimale, momentenbasierte Fusionsstrategien, bei denen Abweichungen sowie die Dynamik des Messprozesses erfasst werden und Vorwissen integriert werden kann.

Publikationen:

Genauigkeitssteigerung von Koordinatenmessungen durch Korrektur in modularen Abweichungsfeldern

(Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

Projektleitung: ,
Projektbeteiligte: , , ,
Projektstart: 1. April 2008
Projektende: 31. Juli 2012
Akronym: Modulare Abweichungsfelder
Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
URL: http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/28997130?language=de

Abstract:

Systematische Abweichungen von Koordinatenmessungen werden großenteils verursacht durch Abweichungen in Aufbau und Komponenten des Messgerätes. Die derzeit angewandte rechnerische Korrektur der Wirkung geometrischer Geräteabweichungen in den Antastpunkten mildert deren Einfluss, jedoch ist der Aufwand dafür hoch (zeitintensive Aufnahme des Abweichungsfeldes im gesamten Messbereich, vergleichsweise großes und damit teueres kalibriertes Normal). Unvermeidlich sich mit der Zeit verändernde Einflüsse verschlechtern die aus dem Abweichungsfeld abgeleiteten Korrekturwerte. Damit bedarf dieses Verfahren zum nachhaltigen Steigern der Genauigkeit von Koordinatenmessgeräten einer praxisgerechten Verbesserung.Ziel des Forschungsvorhabens ist das Bereitstellen einer effizienten, praxisgerechten Methode zum zeitoptimierten und beständigen sich iterativ selbst optimierenden Korrigieren der Antastpunkte und eines rechnergestützten Verfahrens zur Unterstützung des Bedieners.Dafür wird der Messbereich nach einer Analyse des Verlaufs der Komponentenabweichungen in modulare Abweichungsfelder unterteilt. Diese werden so definiert, dass darin jeweils die Abweichungen annähernd konstant sind oder sich linear mit der Position auf einer Koordinatenachse ändern. Die Abweichungen werden anhand von wiederkehrenden Messungen an einfachen kalibrierten Normalen bei unterschiedlichen Messstrategien während des Betriebes von Zeit zu Zeit aktualisiert. Auf der Basis dieser Referenzmessungen unter Einführen von ähnlichkeitsbedingungen werden modellgestützte Simulationen zum Ermitteln der aufgabenspezifischen Messunsicherheit erarbeitet. Eine objektorientierte Datenbank unterstützt den Bediener bei der Planung und Durchführung der Messung und Ermittlung der Messunsicherheit.

Im Bereich der Qualitätswissenschaft wurden unter der Leitung von Heiner Otten, Hon.-Prof. Dr.-Ing. bis zum 30.09.2018 am Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik folgende Forschungsprojekte bearbeitet:

Verbundkoordinator

Jörg Franke, Prof. Dr.-Ing. , Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Projektbearbeitung

Projektbeschreibung

Im Rahmen des Projekts E|ASY-Opt werden Unternehmen bei der Implementierung und Anwendung von Data-Mining-Methoden, sowie der Analyse von komplexen Prozesszusammenhängen unterstützt. Hierbei dienen produkt- und branchenübergreifende Methoden zur Steigerung des Prozessverständnisses und zur Senkung der Fehler- und Ausschusskosten.

Hier setzt die Professur für Qualitätswissenschaft an. Wir entwickeln neue Strategien und Methoden zur Realisierung einer gelebten Digitalisierung für komplexe Porzesse im Unternehmen sowohl auf menschlicher als auch auf technischer Kommunikationsebene. Hierfür ist die Orientierung an der Praxis unerlässlich, um wirklich akzeptierte und auf jeder Ebene gewinnbringende Ergebnisse zu erreichen.

Aus diesen Gründen gehen wir in die Tiefe und interessieren uns im Detail für den aktuellen Digitalisierungsstand in deutschen und besonders bayerischen Unternehmen. Dabei ist wichtig, welche Produktions- und Prozessdaten aktuell bereits zur Verfügung stehen, in welcher Form und welchen Datenformaten diese gespeichert werden, wie die Datendurchgängigkeit für wichtige Prozesse gestaltet ist und diese somit genutzt werden können und welche Bereitstellungs- und Visualisierungswerkzeuge eingesetzt und für sinnvoll erachtet werden.

Demgegenüber steht die Zukunftsvisionsfrage, wie neue Produkte und die damit verbundenen Prozesse mittels Daten- und Informationsanalysen qualitativ besser designt und umgesetzt werden können.  Dabei ist besonders das Zusammenspiel der drei Relationspaare Mensch-Mensch, System-System und Mensch-System ein wichtiger Erfolgsfaktor, den es in einem zu entwickelnden QMS zu berücksichtigen gilt. Um die herausfordernde Lücke zwischen dem Stand der Technik und der Zukunftsvision zu schließen, ist es unser Ziel, ein QMS zu entwickeln, welches das vorhandene Wissen von Mensch und technischem System und dessen Austausch flexibel harmonisiert, um so Aufwand zu minimieren bei gleichbleibender hoher oder verbesserter Qualität.

Förderung

Dieses Forschungsprojekt wird seit 2017 durch die Regierung von Mittelfranken im Rahmen des Verbundprojektes „E|ASY-Opt – Kompetenz- und Analyseprojekt für die ‚datengetriebene Prozess- und Produktionsoptimierung mittels Data Mining und Big Data'“ gefördert.

Projektträger

EFRE Bayern

Projektpartner

FAU, Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik

FAU, Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik

FAU, Lehrstuhl für Konstruktionstechnik

FAU, Lehrstuhl Informatik 6: Datenmanagament

FAU, Lehrstuhl Wi3: IT-Management

Robert Bosch GmbH, Werk NuP1

DEE Dräxlmaier Elektrik- und Elektroniksysteme GmbH

SASSE Elektronik GmbH

AKE-technologies GmbH

UWF GmbH

SINTEC Informatik GmbH

DETEKTOR

Ingenieurbüro Zilk GbR

iba AG

Laufzeit

01.01.2017 bis 31.12.2020

Projekthomepage

  • offizielle Projekthomepage

Verbundkoordinator

Jörg Franke, Prof. Dr.-Ing. , Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Projektbearbeitung

Projektbeschreibung

Im Rahmen des EU-Projektes E|Connect werden praxisnahe Lösungen zur Bewältigung zukünftiger Herausforderungen im Bereich Bordnetze entwickelt. Im Zeitalter der Elektrifizierung und des autonomen Fahrens steigen die Sicherheitsanforderungen an das Fahrzeug, insbesondere an das Bordnetz. Tritt ein Problem im Bordnetz auf, müssen relevante Produkt- und Prozessdaten direkt zur Verfügung stehen. Mit Echtzeit-Informationen und kurzen Regelkreisen können die Problemursachen zurückverfolgt und abgestellt werden, sodass die Etablierung einer durchgängigen Prozessdatenkette eine zunehmende qualitäts- und sicherheitsrelevante Bedeutung einnimmt.

 

Die Bordnetzherstellung und die damit verbundenen Prozesse weisen somit eine hohe Komplexität auf, die mit konventionellem Prozessmanagement und Qualitätsmanagement Methoden nicht mehr beherrschbar ist. Hier setzt die Professur für Qualitätswissenschaft an. Wir entwickeln neue Ansätzen zur Analyse und Regelung dieser komplexen und vernetzten Prozesse. Hierbei liegt der Fokus auf der Etablierung einer durchgängigen (schnittstellen-harmonischen) Prozessdatenkette zur Erhöhung der Prozess- und Produktqualität. Die entwickelten Qualitätsmanagementansätze sind somit an die spezifischen Anforderungen der Bordnetzherstellung angepasst und greifen auf innovative Analyse- und Regelungsmöglichkeiten im Rahmen der Digitalisierung zurück (bspw. Prädiktives Qualitätsmanagement durch Advanced Analytics.)

Förderung

Dieses Forschungsprojekt wird seit 2017 durch die Regierung von Mittelfranken im Rahmen des Verbundprojektes „E|Connect – effiziente Signal- und Leistungsvernetzung in mechtronischen Systemen“ gefördert.

Projektträger

EFRE Bayern

Projektpartner

FAU, Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik

FAU, Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik

FAU, Lehrstuhl für Korrosion und Oberflächentechnik

AUTEC Sondermaschinenbau GmbH, Amberg

cwhpro, Bad Staffelstein

KTS Kabel Technik Schwab, Neustadt am Main

Innotech Sondermaschinenbau GmbH, Lichtenfels

GB Gebro, Ipfhofen

Schambeck Holding GmbH, Oberschneiding

cmore Automotive GmbH, Lindau

NPW-Neukirchen Schubert GmbH&Co. KG, Neukirchen am Brand

Groninger &Kahla, Lauf a.d. Pegnitz

artec Systems GmbH & Co. KG; Markt Erlbach

Comline Elektronik Elektrotechnik GmbH, Wackersdorf

Dumps electronik e.K. Röhrnbach

J.Weinzierl GmbH, Rattenkirchen

LM-Therm Elektrotechnik AG, Aldersbach

b-plus GmbH, Deggendorf

Laufzeit

01.10.2017 bis 30.04.2021

Im Bereich der Qualitätswissenschaft wurde in der Vergangenheit unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. habil. Tino Hausotte folgendes Forschungsprojekt bearbeitet:

Projektbearbeitung

Projektbeschreibung

Kompetenzen im Bereich des Qualitätsmanagements stellen eine wichtige Schlüsselqualifikation dar. Daher können Teilnehmende am E-Learning-Kurs QTeK Kenntnisse über Qualitätstechniken und organisatorisches Wissen zum Qualitätsmanagement erwerben. Neben der theoretischen Wissensvermittlung werden konkrete Anwendungsbeispiele behandelt, um einen Überblick über qualitätsbezogenes Handeln in der betrieblichen Praxis zu ermöglichen. Ergänzend zu den Modulen bestehen verschiedene Möglichkeiten, um den Stoff zu vertiefen. Zum einen enthält jedes Modul Aufgaben zur Selbstkontrolle, mit denen aktuelle Lerninhalte rekapituliert und das eigene Verstehen überprüft werden können. Zum anderen können umfangreichere Aufgaben online gelöst werden, die automatisch vom Ilias-System und von Tutoren bewertet werden. Die virtuelle Vorlesung erstreckt sich über das ganze Semester und umfasst elf aufeinander aufbauende Module und zwei Zusatzmodule. Während des gesamten Kurses stehen die Tutoren als Ansprechpartner bei inhaltlichen oder technischen Problemen zur Verfügung. Daneben besteht die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Studierenden und mit dem Tutor in Diskussionsforen. Bei Bestehen der schriftlichen Prüfung erhalten die Teilnehmenden einen benoteten Schein. Die Teilnahme wird mit 2 SWS bzw. 3 ECTS anerkannt. Alternativ kann ein unbenotetes Teilnahmezertifikat ausgestellt werden, wenn die im Kurs gestellten Aufgaben erfolgreich bearbeitet wurden. Eine Teilnahme an der Prüfung ist dann nicht erforderlich. Folgende Lernziele werden mit QTeK verfolgt:

  • Studierende können die Motivation, Ziele, Grundsätze und Strategien des prozessorientierten Qualitätsmanagements darlegen.
  • Die Teilnehmenden können die Werkzeuge, Techniken und Methoden des Qualitätsmanagements entlang des Produktlebenszyklus darstellen.
  • Die Qualitätsmethoden, -techniken und –werkzeuge können auf ein anderes Problem übertragen und mit deren Hilfe Probleme analysiert werden.
  • Statistische Auswertungen können interpretiert und neue Probleme auf statistische Auffälligkeiten getestet werden.
  • Statistische Versuchspläne können auf praktische Probleme übertragen und aus den Ergebnissen die Zusammenhänge und Einflüsse der Faktoren interpretiert werden.
  • Die Studierenden sind in der Lage, Prozesse mit Hilfe der statistischen Prozesslenkung (SPC), Qualitätsregelkarten und Prozessfähigkeitsindizes zu beschreiben.
  • Sie können die Zuverlässigkeit von Systemen berechnen sowie den Aufbau und die Einführung von Qualitätsmanagementsystemen darlegen.

Förderung

Virtuelle Hochschule Bayern

Projektpartner

Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm Prof. Dr. Karl-Werner Jäger

Laufzeit

01.08.2013 bis 31.08.2014

Projekthomepage